Supervisoren Ausbildung

Supervisorenausbildung

 
& CO-Supervision
 
 
 
Verhaltenstherapie/kognitiv-behaviorale Psychotherapie
 
 
 
Organisationsleitung: 
Prof. Dr. Dr. S. Sulz
Kursleitung: 
Dr. D. Schmelzer, Dr. Dr. Sulz u.a.
 
 
 
2-jährige Ausbildung zum/zur SupervisorIn
 
für ÄrzteInnen und Diplom-PsychologenInnen mit abgeschlossener Verhaltenstherapie-Ausbildung
 
(Facharzt/ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie bzw. für Psychotherapeutische Medizin bzw. für Kinder- und Jugendpsychiatrie - verhaltenstherapeutisch orientiert oder approbierte psychologische PsychotherapeutInnen bzw. Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen)
 
für Oberärzte/innen und leitende Ärzte
 
für ltd. PsychologInnen
 
für Hochschullehrer Klin. Psychologie/Psychotherapie
 
Beginn: 26.02.2010 
Umfang:  ein viertägiges Start-Seminar, sechs dreitägige Seminare (Freitag bis Sonntag) und zuletzt ein zweitägiges Abschlußseminar mit insgesamt 192 Stunden. Jeweils von 9 bis 17 Uhr, Mittagspause 12.15 - 13.45 Uhr.
 
Termine:
26.02. 2010bis 28.02.2010
11.06.2010 bis 13.06.2010
08.10.2010 bis 10.10.2010
03.12.2010 bis 05.12.2010
25.03.2011 bis 27.03.2011
23.09.2011 bis 25.09.2011
18.11.2011 bis 19.11.2011
 
Kosten: 17,50 Euro je Unterrichtseinheit (zahlbar in acht Raten à 420,– Euro) Gesamt: 3360,– Euro
 
Ziel: Qualifizierung in Einzel- und Gruppensupervision, u.a. eigene Schwächen und Stärken im therapeutischen Bereich erkennen und sich weiterentwickeln, um Supervisanden in möglichst vielen therapeutischen Bereichen (psychiatrische oder psychotherapeutische Klinik bzw. Tagklinik bzw. Ambulanz oder Praxis, Ausbildungsinstitut, Hochschule) helfen zu können.
 
Inhalt: Therapie und Supervision im Live-Prozeß mit Triaden-Arbeit (Live-Selbstmodifikation, Live-Therapie, Live-Supervision), Video-Supervision, Co-Supervision, Supervision der Supervision. Eigene Dozententätigkeit, deren Supervision.
 
Schwerpunkt: Die Kursteilnehmer durchlauen den Lernprozess in drei Phasen: als SelbsterfahrungsteilnehmerIn, als TherapeutIn und schließlich als SupervisorIn. Zwischen den Kursblöcken werden eigene Therapien, je einer der obigen Grundkonzeptionen flgend, mit Video-Dokumentation durchgeführt. Bei einem erfahrenen Supervisor erfolgt eine Co-Supervision. Außerdem werden zwischen den Blöcken Einzel- und Gruppensupervisionen selbst gehalten. Eigene Dozententätigkeit als Verhaltenstherapie-Kursleiter während des Kurses und zwischen den Kursblöcken mit didaktischem Feedback und Optimierung des Dozentenverhaltens.  
 
 
Zertifikat: Durch ein Abschlußkolloquium kann ein qualifizierendes Zertifikat erworben werden, das nach Ablauf der Mindestzeit bei einem öffentlich-rechtlichen Gremium eingereicht werden kann.
 
 
 
 
 
Sie brauchen 1 Videokamera,
 
um Ihre Therapien und Supervisionen aufnehmen zu können ( Mini-DV mit 45-Minutenbändern). Wenn Sie eine Video 8-Kamera haben, müssen Sie zuhause Ihr Video 8-Band zuerst auf eine normal große VHS-Cassette überspielen, damit wir sie im Kurs abspielen können. Dagegen kann das Band von Ihrer VHS-C-Kamera direkt bei uns abgespielt werden (vorsichtshalber bringen Sie eine Adaptercassette mit). Eine weitere Möglichkeit ist, wiederum mit einem Adapter oder einem passenden Kabel (Scartkabel, den Sie mitbringen müssen, Ihre Kamera direkt mit dem Fernsehmonitor zu verbinden.
 
Auf Ihr Video als Kursmedium können wir auf keinen Fall verzichten.
 
Bitte senden Sie Ihr Bewerbungsschreiben an
 
      Prof. Dr. Sulz, CIP, Nymphenburger Str. 185, 80634 München
 
Legen Sie dazu:
 
  • Psychologie-Diplom oder ärztliche Approbation
  • Zeugnis Ihres Verhaltenstherapie-Ausbildungsabschlusses:
  • Approbation (ärztlich oder psycholog. Psychotherap.oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherap.)
  • Facharztzeugnis Psychiatrie und Psychotherapie, verhaltenstherapeutisch orientiert
  • Facharztzeugnis Psychotherapeutische Medizin, verhaltenstherapeutisch orientiert
  • Facharztzeugnis Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, verhaltenstherapeutisch orientiert
  • Psychotherapie-Zusatzbezeichnung, verhaltenstherapeutisch orientiert
  • Äquivalenzbescheinigung zu obigen Zertifikaten
  • Curriculum viteae evtl. mit Publikationen
  • kurze Beschreibung Ihres gegenwärtigen Tätigkeitsfeldes
  • Lichtbild
 
 
Curriculum zur Supervisoren-Ausbildung im CIP
 
I. Selbstmanagement-Supervision  (Dr. Dieter Schmelzer)

  • 1. Selbstmanagementtherapie und Supervision als Selbstmanagement

    • Grundlagen
    • Methoden
    • Praxis
    • Demonstration  und Praxis der Selbstmanagement-Supervision
    • Supervision mitgebrachter Therapien
    • Supervision mitgebrachter Supervisionen
       
  • 2. Literatur

    • Kanfer, F.H., Reinecker, H., Schmelzer, D.: Selbstmanagementtherapie. 2. Auflage Berlin: Springer, 1996
 
II. Kurs: Theorie und Praxis der Supervision (Dr. D. Schmelzer)
 
  • 1. Allgemeine Aspekte von Supervision

    • Historische Entwicklung
    • Begrifsklärung, Ziele, Formen und Einsatzfelder
    • Konzepte der Supervision
    • Empirische Forschung zur Supervision
  • 2. Theoretische Grundlagen aus dem Selbstmanagement-Ansatz

    • Basisannahmen
    • Selbstmanagement-Supervision als Leht-, Lern- und Veränderungsprozeß
    • Die Person des Therapeuten=Supervisanden: Persönliche und fachliche Schwerpunkte
    • Die Person des Supervisors
    • Die Supervisor-Supervians-Beziehung
       
  • 3. Ein Mehrebenen-Prozeßmodell für die Supervisionspraxis

    • Die Makroebene der Supervision (Vor- und Anfangsphase)
    • Die Mikroebene des Supervisionsprozesses (Kernprozeß)
    • Die Metaebene: heuristische Hinweise zum Umgang mit dem Supervisionsmodell
    • Die Rückkehr zur Makroebene: Beendigen und Stadium nach Abschluß der Supervision
       
  • 4. Praxis, Hilfmittel und Methoden

    • Umgang mit Zeit und Struktur
    • Einsatz von Hilfmitteln und Medien
       
  • 5. Literatur

    • Schmelzer, D.: Verhaltenstherapeutische Supervision. Theorie und Praxis. Göttingen: Hogrefe 1997
 
III. Kognitiv-behaviorale Supervisionspraxis im Rahmen der Strategischen Kurzzeittherapie und Selbst-Entwicklung (Prof. Dr. Dr. S. Sulz)
 
  • 1. Einführung in die Strategische Kurzzeittherapie und Selbst-Entwicklung

    • Grundlegung aus Lern-, Entwicklungs-, Motivations-, Emotions-, Kognitions- und Persönlichkeitspsychologie
    • Konzeption der Strategischen Kurzzeittherapie und Selbst-Entwicklung
    • Diagnostische und therapeutische Interventionen
    • Entwicklung der therapeutischen Beziehung
       
  • 2. Selbsterfahrung in Strategischer Kurzzeittherapie und Selbst-Entwicklung

    • Individueller kontinuierlicher Selbsterfahrungsprozeß
    • Kontinuierliche Triadenarbeit im Live-Prozeß (Klient - Therapeut - Supervisor)
       
  • 3. Supervision der Selbsterfahrung in der Triade

    • Live-Supervision der Triaden
    • Post-Supervision des Triaden-Supervisors
       
  • 4. Supervision laufender Therapien

    • Berichte und Audio-/Video-Aufzeichnungen zwischenzeitlich durchgeführter Therapien werden kontinuierlich live supervidiert
       
  • 5. Supervision laufender Supervisionen

    • Berichte und Audio-/Video-Aufzeichnungen zwischenzeitlich durchgeführter Supervisionen werden kontinuierlich supervidiert
       
  • 6. Supervision von eigener Dozententätigkeit

    • Konzepte, Berichte und Audio-/Video-Aufzeichnungen zwischenzeitlich konzipierter bzw. durchgeführter Dozententätigkeit werden supervidiert
       
  • Literatur:

    • S. Sulz (1994) Strategische Kurzzeittherapie. München: CIP-Medien
    • S. Sulz (2002) Praxis-Manual zur Strategischen Kurzzeittherapie. München: CIP-Medien, 2. Aufl.
    • S. Sulz (1999) Als Sisyphus seinen Stein losließ. Oder: Verlieben ist verrückt. München: CIP-Medien, 2. Aufl.
    • S. Sulz (2001) Von der Strategie des Symptoms zur Strategie der Therapie. München: CIP-Medien.
 
IV. Eintägige  Gastsupervisionen (eingeladene Gastsupervisoren)
 
Um die im Kurs erfahrenen drei Supervisionsmodi relativieren zu können und einen breiten Horizont möglicher Herangehensweisen an den Supervisionsprozeß aufspannen zu können, werden einige Persönlichkeiten eingeladen, einen Tag lang mit uns die mitgebrachten Therapien zu supervidieren, insbesondere um live an ihrer Art der Supervision teilnehmen zu können, aber auch um einen fachlichen Austausch über ihr Verständnis von Supervision und den Supervisionsprozeß zu ermöglichen.
 
 
 
Vorläufiger Plan für die Supervisoren-Ausbildung*
 
  • 1. Block

    • Beginn der Selbsterfahrung in Strategischer Kurzzeittherapie und Selbstentwicklung
    • Vorbereitung der bis zum nächsten Block zu erledigenden Therapie, Supervision, Dozententätigkeit
       
  • 2. Block

    • Supervision als Selbstmanagementtherapie
    • Theoretische Grundlagen des Supervisionsprozesses
    • Supervision mitgebrachter Fälle
       
  • 3. Block

    • Demonstration und Praxis der Selbstmanagement-Supervision (anhand mitgebrachter Therapien)
    • Ein Mehrebenen-Prozeßmodell für die Supervisonspraxis
    • Supervision laufender Kurzzeittherapien
       
  • 4. Block

    • Supervision der Supervision (amhand mitgebrachter Supervisionen)
    • Praxis, Hilfsmittel und Methoden der Supervisonen
    • Supervision laufender Supervisionen von Kurzzeittherapien
       
  • 5. Block

    • Didaktik und Supervision der Dozententätigkeit
    • Persönlichkeit und Supervision
    • Schwierige Supervisionen
       
  • 6. Block

    • Selbstmanagement-Supervision (von Therapien und Supervisionen)
    • Supervisonsprozesse live
    • Strategischer Aufbau und Ablauf von Therapie-Supervisonsprozessen
       
  • 7. Block

    • Supervision von/in Institutionen
    • Interaktionelle Dynamik von Einzel- und Gruppensupervision
    • Supervision des Triaden-Therapie-Supervisionsprozesses
       
  • 8. Block

    • Abschlußkolloquium